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19. August 2017
Kennen Sie Alazlý?
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Geh aufs Ganze, Gelibolu!
Im Jahre 1915 gab es auf der Gelibolu-Halbinsel eine erbarmungslose Schlacht! Armeen, die da nichts zu suchen hatten, kämpften um etwas, was nicht ihnen gehörte!

***


Mustafa Kemal Atatürk
In der Ferne sah man die wütenden und gewölbten Wellen
in der Einmündung der stürmend gewaltigen Dardanellen!
Also kamen doch die Griechen, Neuseeländer und Briten;
sie hofften, das Land zu erstürmen mit forschen Schritten!

Die leichtmütigen Feinde sollten aber allzu bald erfahren,
was die Türken alles geerbt hatten von ihren Vorfahren!
Die Hunnen, Uyguren, Atilla und Mete; wie sie alle waren;
genau so sind auch Türken; voller unerschöpfter Gefahren!

Im Namen des Tengri* wehrten sich die Heldenländer!
Überrascht und voller Furcht waren alle Heidenländer!
Die Griechen stürmten von hinten, von vorne Neuseeländer!
Aber die Türken waren mutig; nur ärmlich ihre Gewänder.

Die stürmenden Heidenländer waren in gewaltiger Mehrheit!
Die Türken wussten aber; die Feinde waren nicht gescheit!
Der blonde Mustafa sprach: "Gebt ihnen, was sie verdienen!
Sie sollten euch nicht bekämpfen, sondern euch bedienen!"

Fortfahrend: "Ich befehle euch nicht, in den Krieg zu gehen;
ich befehle euch, in den Tod zu gehen!" Wir sollten sehen!
Noch sollten auf Gelibolu die eiskalten Spätaprilwinde wehen!
Dem Feind aber sollte auch bald die Lust völlig vergehen!

Auf der Halbinsel folgte eine erbarmungslose Schlacht!
Wahre Helden auf beiden Seiten kämpften um die Macht!
Blut floss überall umher bei hellem Tag und dunkler Nacht!
An solche Verhältnässe hatte wohl niemand vorher gedacht!

Junge Männer fielen zu Boden; hinterließen blutende Augen!
An so viel unmenschliches Grauen konnte niemand glauben!
Mütter flehten um Frieden; nichts für Machtler, die zuschauten!
Monate später sah man Soldaten, die Verstorbene beklauten!

Die Zeit floh so dahin... Man hörte ohrenbetäubende Sirenen!
Das Blut floss langsamer hinaus, das mal sprieß aus den Venen!
"Der Krieg ist aus!" Wer war das? Einer von uns oder von denen?
Der Blonde hielt die Hand über die Augen; da flohen Hellenen!

Der blauäugige Mustafa schlendert zwischen den vielen Leichen;
zu oft musste er da liegenden unglücklichen Helden ausweichen.
"Egal von welcher Seite ihr seid; gewiss seid ihr alle meine Kinder,"
sagte er. Seine blauen Augen wurden immer nässer und wunder.

Der Pascha zeigte auf die Fahne, die da lag auf dem Boden.
"Mein Sohn! Heb' die Fahne auf; denn alle Fahnen sind heilig."
Ein unerfahrener junger Rekrut handelte allzu rasch und eilig:
er kniete nieder und hielt die Feindesfahne hochgehoben.

"Was soll ich mit dieser Fahne machen?" fragte er nur direkt.
"Behandle sie wie die Ehre deiner Mutter; mit vollem Respekt!"
"Mein Pascha, die Feindesfahne ist auch heilig; ist das korrekt?"
"So ist es," sagte der Pascha in perfektem Istanbuler Dialekt.


* Tengri: Im Alttürkischen für "Gott"


Vermerke:

In mein Gedicht habe ich auch Teile von wahren Begebenheiten eingearbeitet.

Drei Beispiele sind zu nennen:

- Atatürk befahl den Soldaten vor der Schlacht: "Ich befehle euch nicht, in den Krieg zu ziehen; ich befehle euch, in den Tod zu gehen!"

Und alle Soldaten waren schon bereit, fürs Vaterland zu sterben.

- Als Atatürk zwischen den herumliegenden Leichen umherschlenderte, sagte er: "Egal von welcher Seite ihr seid; ihr alle seid meine Kinder. Gott habe euch selig. Ihr wart allesamt sehr tapfer."

- Im Anschluss an die Schlacht, sah Atatürk eine ANSAC-Flagge auf dem Boden. Er sagte einem Rekruten (Jungsoldat): "Mein Sohn! Hebe die Fahne auf; denn alle Fahnen sind heilig. Man soll sie nicht zertreten."


Datum: 19.04.2017 | Clicks: 110 | Kategorie: Meine Gedichte




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