Was ist Intimsphäre?
Als ich die Bilder der Renovierungsarbeiten online gestellt habe, hörte ich von Leuten oft die Bemerkung: "Ich würde die Bilder meiner Wohnung niemals ins Internet stellen. Man hat schließlich eine Intimsphäre."

Eigentlich sehe ich nichts Ungewöhnliches darin, Bilder von meiner Wohnung online zu stellen. Der Zweck besteht nämlich auch darin, dass meine Verwandte und Bekannte aus der ganzen Welt sich mit mir freuen.

Es ist auch wichtig, damit kundzutun, wer zu meinem bescheidenen Dasein aktiv beiträgt; wer mich nicht allein lässt, wenn ich Hilfe brauche.

Aber Intimsphäre ist natürlich ein relativer Begriff. Jeder versteht darunter etwas ganz Anderes.

Es gibt in unserer Zeit beispielsweise weibliche Gestalten, die sich so kleiden, dass man bis zu ihren Nieren hindurchsehen kann. Aber das ist keine Intimsphäre. Nicht wahr?

Das war nur ein Beispiel.

Mit den Jahren und mit jeder hinzukommender neuer Erfahrung ändert sich die individuelle Definition von Intimsphäre.

Ich kann hier ganz deutlich betonen, dass mir echte Intimsphäre nicht gestattet ist.

Lesen wir einfach eine Kolumne vom 29.05.2010 aus meiner politischen Website:

Verloren und wieder gefunden!


Seit ein Paar Jahren bekomme ich ungebetenen Besuch, wenn ich nicht zu Hause bin.

Einige Kriminelle, die ihr Einkommen vom Steuerzahler beziehen, erlauben sich, meine bescheidene Bleibe gelegentlich aufzusuchen und durchzusuchen. Dabei nehmen sie an sich, was sie für wichtig und lebenswichtig erachten.

So kommt es, dass ich einige Sachen über lange Jahre vermisse, und irgendwann tauchen manche dieser Gegenstände unerhofft auf. Einige andere Gegenstände bleiben völlig verschollen.

Zwei dieser wichtigen Gegenstände, die glücklicherweise wiederaufgetaucht sind, sind

- eine kleine Mappe, wo ich meinen Reisepass und ähnliche wichtige Dokumente aufbewahre, sowie
- ein Ordner, der für mich sozusagen das Leben bedeutet.

Den Verlust der Mappe mit Reisepass habe ich im Jahre 2006 bemerkt als ich zum Konsulat gehen musste.

Ich habe sie überall gesucht. Um sicher zu gehen, habe ich meine Freunde gebeten, mit mir zusammen zu suchen. Denn es wäre möglich, dass ich durcheinander bin. Meine Freunde bestätigten mir, dass ich nicht durcheinander bin. Denn auch sie haben überall nachgeguckt, wo man so etwas aufbewahren könnte.

Im Jahre 2009 tauchte meine vermisste Mappe ausgerechnet auf einer Stelle, wo alle nachgeschaut haben: In einer Schublade meines Schreibtisches. Mensch, war ich froh!

Der Ordner, der für mich wirklich das Leben bedeutet, enthält unterlagen, die Beweise für Straftaten von kriminellen Volksdienern enthält. Den Inhalt werde ich wohl niemals juristisch verwenden können. Aber wichtig ist für mich, dass ich Menschen aus meinem Umfeld durch Beweise in Schrift, Ton und Bild vorlegen kann, dass ich nicht verrückt bin. Denn meine Erzählungen sind so unglaublich, dass ich, ohne Beweise den Eindruck mache, irrenhausreif zu sein. Dieser Ordner hilft mir, meinem Umfeld klarzumachen, dass ich durchaus gesund und überlebensfähig bin. Denn der selbe Ordner ist Beweis dafür, dass die Kriminalität eigentlich da verankert ist, von wo aus sie bekämpft werden sollte.

Im Jahre 2007 merkte ich, dass der Ordner weg war. Im Frühjahr 2010 habe ich das Auftauchen dieses Ordners bemerkt. Es fehlen darin zwar einige wichtige Dokumente, aber das kann ich noch verkraften.

Nichtsdestotrotz bin ich den ehrenwerten Kriminellen in Uniform dankbar, dass sie den Ordner zurückgebracht haben.

Nun frage ich meine Besucher: Was ist Intimsphäre?

Habe ich keine Intimsphäre, wenn irgendwelche Kriminlelle in meiner Abwsenheit öfter in meine Wohnung eindringen?

Ich spiele mittlerweile ernsthaft mit dem Gedanken, ob ich in meine bescheidene Bleibe Webcams errichten soll, durch die man 24 Stunden mein mein bescheidenes Leben Internet verfolgen kann.

So kann ich immerhin verhindern, dass kriminlelle meine Intimsphäre betreten und Gegenstände an sich reissen. Denn wenn diese Kriminlle wissen, dass ihr Eindringen von Millionen Menschen beobachtet wird, unterlassen sie ihr desoziiertes Verhalten.


Datum: 29.01.2011 | Clicks: 397 | Kat.: Über mich

 
 
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